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Windkraftanlagen im Rheingaugebirge-Hinterlandswald nicht unabdingbar!

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Offener Brief

Sehr geehrter Herr Landrat Albers,

Sie führten laut Rheingau-Echo vor der Rheingauer Jägerschaft aus:

Wie Albers sagte, "wird uns die Nutzung der Windkraft zu gemeinsamen Lösungen zwingen". Die vor einigen Wochen veröffentliche Windpotentialkarte zeige, dass die windhöffigsten Flächen in ganz Hessen im Rheingau-Taunus-Kreis liegen. Deshalb werde man sich um die Frage, ob im Rheingau Windräder aufgestellt werden können oder nicht, "auch nicht herummogeln können".

Faktum ist, dass exponierte Kuppenlagen im Taunus Windgeschwindigkeiten von 6,5 m/s aufweisen. Fakt ist aber auch, dass 10,5 % der Fläche in Hessen Windgeschwindigkeiten von mehr als 6 m/s zeigen.

Mehr noch:

In einer Höhe von 140 m ü. Grund wurde sogar eine Fläche von ca. 67.2% berechnet,
für die eine Windgeschwindigkeit größer oder gleich 5.5 m/s vorgefunden wurde.

Es ist also keineswegs so, dass Rheingaugebirge-Hinterlandswald unabdingbar herhalten müssen, um in Hessen Windkraftanlagen in der angestrebten Größenordnung von 2% der Landesfläche betreiben zu können.

Es ist eine eindeutig politische und nicht vom Wind bzw. der Wissenschaft bestimmte Entscheidung, ob wir dieses größte hessische Waldgebiet, diese ungestörte Mittelgebirgslandschaft, wie sie in der Nähe eines Ballungsraums sonst nicht mehr angetroffen wird, antasten!

Ich plädiere und appelliere eindringlich:)

Eine so reiche Gesellschaft muss sich solche ungestörten Waldlandschaften leisten können! Wer denn sonst, wenn nicht wir?! Im reichen Deutschland sind nach wie vor zu wenige Flächen geschützt!

Gerade wurde Deutschland mit Bonn zum Sitz des internationalen Biodiversitätsrates. Schutz von Tieren und Pflanzen gibt es nicht ohne Schutz der Lebensräume!

Wenn wir hier - was erstrebens-und unterstützenswert ist - eine Nachhaltigkeitsregion einrichten, so sollten Rheingaugebirge-Hinterlandswald-Wispertaunus ein weitgehend geschütztes Biosphärenreservat sein.

Herzliche Grüße

Wolfgang Landsfeld, Eltville im Rheingau

ZDF-Umweltpreisträger MUNA2003

Klicken Sie hier: "http://www.energieland.hessen.de/mm/Windpotenzialkarte_Hessen_-_Uebersicht_140m_(PDF,_980_KB).pdf"
modellierte Windgeschwindigkeit 140m über NN
Klicken Sie hier: "http://www.energieland.hessen.de/mm/Windpotenzialkarte_Hessen_-_Bericht.pdf"
Die Potenzialkarten zeigen hohe Windgeschwindigkeiten auf den Hochlagen der Mittelgebirge,
wie z.B. dem Taunus, dem Odenwald und der Rhön. Dagegen finden sich geringe Windgeschwindigkeiten
in den Tallagen der Mittelgebirge, großräumig im Gebiet der Waldecker
Tafel, des Kasseler Beckens sowie im Maingebiet. Für eine Höhe von 100 m ü. Grund wurde
für etwa 31.0 % des Bundeslandes Hessen eine Windgeschwindigkeit von 5.5 m/s oder mehr
bestimmt. In einer Höhe von 140 m ü. Grund wurde sogar eine Fläche von ca. 67.2% berechnet,
für die eine Windgeschwindigkeit größer oder gleich 5.5 m/s vorgefunden wurde.
Die detaillierten Ergebnisse finden sich in Abschnitt 6.
Würde man an einem Standort auf 300 m ü. NN mit einer Windgeschwindigkeit von 5.5 m/s
und einem Weibull-Formparameter von 0.2 auf Nabenhöhe eine übliche 2 MW-Anlage bauen,
so könnte in etwa ein mittlerer jährlicher Ertrag von 3‘850 MWh/a erzielt werden.
Seite 75 von 95
Zeichen/Erstelldatum: IS-FSW-RGB/SD/MH / 16.12.2011
Standort: Bundesland Hessen (Deutschland)
Bericht Nr.: MS-1104-031-HE-de
Revision: 1
6.3 Windpotenzial auf 140 m ü. Grund
Eine Abschätzung des gesamten energetischen Potenzials der Windenergie im Bundesland
Hessen lässt sich anhand einer Histogrammfunktion durchführen. Jeder Berechnungspunkt
nimmt bei einer Auflösung von 100 m x 100 m eine umgebende Fläche von 10‘000 m2 ein.
Die Anzahl der Punkte, dargestellt in Tabelle 48 und Abbildung 20, für eine Windgeschwindigkeitsklasse,
z.B. 5.5 m/s (d.h. von 5.375 m/s bis 5.625 m/s) mit 803‘639 Punkten ergibt
eine Gesamtfläche von 8‘036 km2 für diese Klasse auf einer Höhe von 140 m ü. Grund für
das Bundesland Hessen.
Insgesamt lässt sich damit ableiten, dass auf einer Fläche von ca. 14‘190 km2, was ca.
67.2% der Gesamtfläche entspricht, eine Windgeschwindigkeitsklasse von 5.5 m/s oder
mehr auf 140 m vorzufinden ist.
Eine Windgeschwindigkeitsklasse von 6.0 m/s oder mehr auf 140 m Höhe ü. Grund ergibt
sich für eine Fläche von 2‘218 km2 oder etwa 10.5% der Gesamtfläche des Bundesland Hessen
6.4.3 Taunus
Der Taunus ist ein Mittelgebirge in Hessen, schließt nördlich an die Rhein-Main-Ebene an
und liegt an der westlichen Grenze des Bundeslandes. Die größte Erhebung ist der große
Feldberg mit 880 m ü. NN.
Das Windfeld im Taunus hängt stark von den lokalen Bedingungen ab, d.h. es ist starken
Schwankungen von Standort zu Standort unterworfen. Die exponierten Kuppenlagen weisen
durchgehend Windgeschwindigkeiten von über 6.5 m/s auf.

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Windkraftanlagen im Rheingaugebirge-Hinterlandswald nicht unabdingbar!

Offener Brief an Landrat Albers - 4104

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Autor: Ronald Nickel