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16. November 2011, Leserbrief von Wolfgang Landsfeld, Eltville im Rheingau

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Keine Windräder auf dem Rheingauer Taunuskamm

Man will in Oestrich-Winkel, wie schon in Geisenheim, über die Nutzung der Windkraft nachdenken. Das wird man hoffentlich gründlich und ohne Geldscheine im Auge !

Die Grundthese, der Rheingau-Taunus-Kreis müsse seine Energie zu Hundert Prozent selbst aus erneuerbaren Quellen generieren, ist mehr als fragwürdig, für mich ein falsch verstandener Autarkismus!

Dieses (verabsolutierte) Ziel ist sicherlich nur mit Windenergienutzung zu erreichen.
Windenergie kann hier aber nur mit Windturbinen auf dem Taunuskamm erreicht werden. Das sagen Messungen, die ich selbst vor rund 30 Jahren öffentlich vortrug, als ich schon da die Solarenergie propagierte.
Damals schlug mir nur für diese neutrale Aussage Empörung entgegen. Es war insbesondere der inzwischen längst verstorbene Geisenheimer Professor Kuder; Landschaftsplaner und im Vorstand beim BUND-Hessen, der mich für verrückt erklären wollte, auf dem Taunuskamm Windräder zu sehen.

Heute ist diese "Verrücktheit" offenbar als gesunde Einstellung gerade bei "grünen" Menschen anzutreffen und interessanter weise üben auch "schwarze" Menschen am Salto.

Um es klar zu sagen: Wir brauchen eine Umstellung auf solare, sprich erneuerbare Energien, dafür stehe ich schon Jahrzehnte.

Aber: Wir dürfen jetzt nicht in blinden Aktionimus verfallen. Wir brauchen einen bundesweiten Energieplan, besser noch wäre ein europäischer. (Man denke an "Desertec"- Strom von Solarthermie aus Nordafrika und evtl aus den taumelnden Südeuropäischen Ländern....)

Die Erneuerbaren Energien ermöglichen dezentral und in kleineren Einheiten Energie zu erzeugen und zu verteilen. Das ist gut, aber damit darf kein lokaler Wildwuchs einher gehen!

Wir brauchen ganz dringend eindeutige Kriterien, wo Windräder (um konkret dabei zu bleiben) stehen können. Nur das Kriterium des ausreichenden Windes ist unzureichend!

Professor Succow, Alternativ-Nobelpreisträger, spricht solche Kriterien an:

Wir haben in den Bundesländern Großschutzgebiete, die bis zu 25 Prozent der Fläche ausmachen - Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks. Diese Gebiete müssen von Windkraftanlagen komplett frei bleiben. Daran darf nicht gerüttelt werden. Diese Naturräume sind nicht vermehrbar, und sie werden für Menschen in der zunehmend technisierten Welt an Bedeutung gewinnen.

Diesen Ausschlusskriterien schließe ich mich bedingungslos an. Der Taunuskamm ist exponierter und landschaftsprägender Teil des Naturpark Rhein-Taunus! Er muss tabu sein für Windräder.

Kleiner Nachsatz: Wir haben uns für den Erhalt der weinbaulich geprägten Kulturlandschaft eingesetzt gegen neue Gewerbeflächen und Zersiedelung; mit Windgewerbe am RheingauerTaunuskamm konterkarieren wir das!

Ich verweise noch einmal auf das Interview mit Prof. Succow:

Interview mit Naturschutz-Papst Succow: "Öko-Energie kann auch ein Fluch sein" | Energie - Frankfurter Rundschau

 

Herzliche Grüße

Wolfgang Landsfeld, Eltville im Rheingau
ZDF-Umweltpreisträger MUNA2003

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16. November 2011, Leserbrief von Wolfgang Landsfeld, Eltville im Rheingau

Keine Windräder auf dem Rheingauer Taunuskamm - 3896

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Autor: Ronald Nickel